|

Werkzeuge der kurzfristigen Produktionsprogrammplanung (Effektivität in den Produktionsprozessen)

Um die Effektivität in der Planung und Steuerung von Produktionsprozessen zu erhöhen ist eine gezielte Produktionsprogrammplanung nötig.

Diese Programmpläne müssen jeweils die Kostensituation aus dem Verhältnis der Inputmengen zu den Outputmengen verarbeiten, um daraus Produktionsaufteilungspläne zu erstellen, mit dem Ziel kapazitätsabhängig unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte Erzeugnisse herzustellen, die den größtmöglichen Deckungsbeitrag gewährleisten.

Welche Programmplanung sinnvoll ist hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Betriebsgröße
  • Fertigungsart: Serienfertigung, Sortenfertigung, segmentbezogene Fertigung, Projektfertigung, Einzelfertigung
  • Auslastung, Beschäftigung
  • Einsatzfaktorenqualität

Folgende Arten von Produktionsprogrammplanung gibt es:

  • Kombinierte Anpassung für die isolierte Betrachtung von Kapazitäten mit welchen ein Produkt gefertigt wird (z.B. in einer segmentbezogenen Fertigung)
  • Deckungsbeitragsrechnung bei einer integrierten Betrachtung der Kapazitäten mit mehreren Maschinen ohne Engpass
  • Relative Deckungsbeitragsrechnung bei einer integrierten Betrachtung der Kapazitäten mit mehreren Maschinen und einem bekannten Engpass
  • Lineare Programmierung bei einer integrierten Betrachtung der Kapazitäten mit mehreren Maschinen und programmabhängigen Engpässen

Produktionsplanung in produktionsspezifischen ERP-Systemen ermöglicht die Erstellung einer Produktionsprogrammplanung unter den genannten Gesichtspunkten. Hierzu müssen die Basisdaten (Stücklisten, Arbeitspläne und Ressourcen) praxisbezogen erfasst werden.

ERP-Systemen müssen in der Lage sein regelbasierte Berechnungen von Kapazitätsbedarfen und Kosten durchzuführen.

Lineare Programmierung ist eine erweiterte Funktionalität, die in spezialisierten ERP-Systemen und in MES-Systemen unterstützt wird.

Ähnliche Beiträge

  • |

    Produktinnovationen

    Wenn die operativen Prozesse gut und reibungslos ablaufen, lassen sich Kapazitäten freisetzen für Innovationen, um am Markt durch neue und gute Produkte und Leistungen zu überzeugen. Unter einer Produktinnovation verstehen wir Innovationsprozesse verlaufen in folgenden Phasen 1. Ideengewinnung und -konkretisierung 2. Konzeptdefinition 3. Konzeptbewertung und -selektion 4. Markteinführung Ideengewinnung und -konkretisierung (Quellen für Neuproduktideen) 2….

  • Kostenmanagement in Projekten

    Das plangesteuerte Projektmanagement kennt innerhalb der Unternehmens- und IT-Entwicklung unterschiedliche Methoden zur Kostenschätzung. Auf folgende Methoden wird in den nachfolgenden Abschnitten näher eingegangen: Ziele & Aktivitäten Sicherstellen, dass das Projekt im Rahmen des Budgets abgeschlossen wird. Aktivitäten zum Kostenmanagement:  Kostenvorhersage Die wichtigsten Kosten für ein Softwareentwicklungsprojekt:  Diese Arte von Schätzung ist immer nur eine probabilistische…

  • Risikomanagement in Projekten

    Das plangesteuerte Risikomanagement kennt innerhalb der Unternehmens- und IT-Entwicklung unterschiedliche Risikomanagementansätze. Auf folgende Ansätze wird in den nachfolgenden Abschnitten näher eingegangen: Risikoklassifizierung Risiken können danach klassifiziert werden, worauf sie sich auswirken: Projektrisiken beeinflussen den Zeitplan oder die Ressourcen des Projektsz.B. Ausfall von Mitarbeitern, bei denen es Zeit braucht, einen Ersatz zu finden Produktrisiken beeinflussen die…

  • Software

    Software ist bereits seit Jahrzehnten ein tragender Faktor bei der Herstellung von Effizienz in Organisationen. Sie gehört zu der Säule Technik, die neben den Säulen Prozess (Aufgabe) und Mensch Bestandteil von Informationssystemen sind. Wesentliche Teile der Wertschöpfung werden seit der Epoche der Digitalisierung mit Hilfe von  Informationssystemen optimiert. Informationssysteme sind nicht alleine Software, sondern bestehen…

  • |

    Supply Chain Collaboration

    Collaborative Planning, Forecasting und Replenishment (CPFR) = dt. = kollaborative Planung, Prognose und Nachschubsteuerung Durch Einsatz eines solchen Forecasts kann der Bullwhip-Effekt abgebaut werden. Wie funktioniert Corporate Planning, Forecasting and Replenishment (CPFR): Nutzen von CPFR: Digitale Marktplätze, Cloud-basierte Systeme und Clustering unterstützen CPFR in entscheidendem Maße.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert